Janis Löhrer
Janis Löhrer
BEST BOOTH AWARD | Ceramic Brussels 2026
Galerie Judith Andreae received the best booth award at Ceramic Brussels 20206 for its solo-presentation of works by artist Janis Löhrer (*1991).
In seiner künstlerischen Praxis beschäftigt sich Janis Löhrer mit Themen wie queerer Identität, Männlichkeit, Sexualität, Körper und Raum. Im Mittelpunkt seiner Solo-Präsentation mit der Galerie Judith Andreae auf der Ceramic Brussels 2026 (Booth A11) steht eine großformatige Wandinstallation aus Keramik: eine detailgetreu nachgebildete Gemeinschaftsdusche mit handgefertigten Duscharmaturen und Seifenschalen.
Ceramic Brussels: 21. – 25. Januar 2026, Tour&Taxis, Picardstraat 3, 1000 Brussels
JANIS LÖHRER | Ceramic Brussels
opening January 21, 2026: In seiner künstlerischen Praxis beschäftigt sich Janis Löhrer mit Themen wie queerer Identität, Männlichkeit, Sexualität, Körper und Raum. Im Mittelpunkt seiner Solo-Präsentation mit der Galerie Judith Andreae auf der Ceramic Brussels 2026 (Booth A11) steht eine großformatige Wandinstallation aus Keramik: eine detailgetreu nachgebildete Gemeinschaftsdusche mit handgefertigten Duscharmaturen und Seifenschalen.
Die Installation knüpft an den Ansatz an, den Löhrer für seine erste institutionelle Einzelausstellung „Right Place Wrong Time“ im NAK Neuer Aachener Kunstverein in Aachen im November 2025 entwickelt hat, wo er erstmals eine Reihe von Werken präsentierte, die an eine öffentliche Toilette erinnern – zweifellos ein weiterer Ort, der für heimliche Begegnungen und flüchtige Blicke prädestiniert ist. Urinale wurden sorgfältig aus handgefertigter Keramik nachgebildet, ergänzt durch einen Wandaschenbecher und rosa Urinalsteine, was seine fortwährende Erforschung intimer, sozial kodierter Räume widerspiegelt, die von heteronormativ geprägten Augen tendenziell anders wahrgenommen werden. Für Brüssel greift er diese räumlichen Untersuchungen wieder auf, verbindet die Keramikdusche mit seinen früheren Arbeiten und treibt das Konzept weiter voran.
Neben der Keramikinstallation greift Löhrer auf sein umfangreiches Werk an Aquarellen zurück, die er erstmals als großformatige Tapete präsentiert und so einen Dialog mit seinen keramischen Skulpturen herstellt. Da seine ursprüngliche Praxis die Malerei war, integriert der Künstler konsequent malerische Gesten in seine Keramiken und verwendet Glasuren und Kompositionsstrategien, um die gleiche chromatische und formale Sensibilität zu vermitteln. Während seine Gemälde Szenen aus der Queer-Kultur in eine direkte, grafische Form destillieren, thematisiert er sie in seinen Keramiken durch Abstraktion und Anonymität, sodass sich die Erzählungen ohne identifizierbare Körper materialisieren können.
Löhrer evoziert liminale Settings, die die Grenzen von Intimität, Öffentlichkeit und Begehren ausloten und Spuren von Verletzlichkeit, Scham und Gemeinschaft offenbaren. Gemeinschaftsduschen und -bäder werden zu nicht-hierarchischen Räumen, aufgeladenen Utopien im Gegensatz zur pragmatischen, oft unbehaglichen Realität öffentlicher Umgebungen, während kleinere Objekte, von Männerunterwäsche bis hin zu privaten Alltagsgegenständen wie einem Mittel gegen Haarausfall, diese Spannungen in noch intimere Bereiche ausweiten. Indem sie sich mit queerer Sexualität und Cruising durch Abwesenheit und Andeutung befassen, schaffen seine Werke Räume der Sehnsucht, die bewusst jeder romantischen Sanftheit entkleidet sind und in denen Unbehagen als ein wesentliches Element des Begehrens akzeptiert wird.
Ceramic Brussels: 21. – 25. Januar 2026, Tour&Taxis, Picardstraat 3, 1000 Brussels
JANIS LÖHRER | Neuer Aachener Kunstverein
Right Place, Wrong Time, opening November 1: Janis Löhrer beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis mit Fragen queerer Identität, Raum und Körper, Männlichkeit und Scham. In der ersten institutionellen Einzelausstellung Right Place, Wrong Time, die am 01. November 2025 im NAK Neuer Aachener Kunstverein in der Reihe Junge Kunst Euregio in Kooperation mit der STAWAG eröffnet, zeigt Löhrer eine ortspezifische Rauminstallation bestehend aus einer Vielzahl an glasierten Keramiken, die vermeintlich wahllos Raum verstreut sind, zurückgelassen, sowie eine große keramische Gemeinschaftsdusche, welche der Künstler detailgetreu nachgebildet hat, eine geflieste Wand mit handgefertigten Duscharmaturen und Seifenschalen. Der Ausstellungsraum wird zu einem flüchtigen Ort, der dem Charakter von öffentlichen Toiletten, Badehäusern oder Parks nachspürt, ohne jedoch die als männlich gelesenen, erwarteten Protagonisten dieser sozialen Räume ins Zentrum der Präsentation zu rücken. Diese Zwischenräume bilden Intimität und Öffentlichkeit gleichermaßen ab, sie bekunden simultan ein Wechselspiel von gesellschaftlicher Norm als auch heimlicher Praxis. Löhrer lotet in diesen Räumen Ideen von Verletzlichkeit, der Grenzen von Scham, Begehren und Gemeinschaft aus.
Galerie Judith Andreae präsentiert Janis Löhrer in einer Solo-Präsentation auf der Ceramic Brussels, von 21. bis 25. Januar 2026.











