Rune Mields
Rune Mields
In Memoriam RUNE MIELDS (1935 – 2026)
Wir sind unendlich traurig, den Tod unserer Künstlerin Rune Mields anzeigen zu müssen. Fast 15 Jahre haben wir zusammengearbeitet, in denen eine tiefe Verbundenheit und Vertrautheit entstand. Ihre Klugheit, die sie stets leugnete, hat uns immer wieder fasziniert. Ihre tiefe Empathie für und ihr Interesse an Menschen verbarg sie hinter einer scheinbaren Kühle .Ihre Freundschaften pflegte sie hingebungsvoll und mit beeindruckender Großzügigkeit . Offen zeigte sie Ihre Leidenschaft für Zahlen, für Systeme, für die Schönheit, aber ebenso für den 1. FC und natürlich auch ihr geliebtes Köln. Sie konnte sehr humorvoll sein und überraschte uns immer wieder mit ihrer trockenen Schlagfertigkeit. Ihr Stolz, ihre Würde und ihr wacher , klarer Geist waren bis zum Schluss ungebrochen. Sie wird uns sehr fehlen. Wir sind daher glücklich, dass wir die Arbeit mit und für ihr Werk gemeinsam mit der Familie von Rune weiterführen dürfen.
Die rheinische Kunstszene verliert eine ihrer prägenden Persönlichkeiten. Die seit Anfang der 70er Jahre in Köln lebende Künstlerin Rune Mields ist am 27. Juni 2026 im Alter von 91 Jahren verstorben. Sie schlief am Samstag friedlich ein. Rune Mields prägte und gestaltete über Jahrzehnte hinweg vor allem die rheinische Kunstszene. Mit ihrem scheinbar aus der Zeit gefallenen, keinem Stil klar zuzuordnenden Werk belegt sie ein Alleinstellungsmerkmal. Wir verlieren eine Künstlerin, die sich vehement dafür einsetzte, die Rolle der Frauen in der Kunst in einer damals von Männern dominierten Kunstwelt ins Bewusstsein zu rufen und zu stärken.
Mehr als 60 Jahre arbeitete Rune Mields als freie Künstlerin, untersuchte Schöpfungsmythen, Ordnungssysteme der Kulturen, auf Strukturen und auf Schönheit. Ungebrochen befragte sie das Wesentliche, das Wesen der Dinge auf ihren visuellen Wert – sei es in der Mathematik, der Physik, der Philosophie oder auch der Musik. Fragen nach Raum und Zeit, nach Unendlichkeit und dem Streben der Menschen bedingen unzählige Werkserien in Malerei und Zeichnung. Immer entspricht der Klarheit von Denken und Inhalt eine große Klarheit der Darstellung. Abstraktion, Geradlinigkeit und Schematisierung, mit zumeist strenger Beschränkung auf Schwarz, Weiß und die Werte des Grau machten ihre Arbeiten aus.
Und doch war da immer auch die große Faszination von Schönheit – Schönheit des Einfachen in Höhlenmalereien der Steinzeit, Schönheit alter arabischer Ornamente, Schönheit der Malerei und Konstruktion im Werk Paolo Uccellos aus wissbegierigen Zeiten der Frührenaissance, Schönheit in Gedanken und Poesie bei Novalis, Schönheit in der Musik von Bach bis Strawinsky, Schönheit des menschlichen Körpers, Schönheit in der Malerei eines Henri Matisse. Aus der Reflexion der Strukturen der Welt entwickelte Rune Mields unbeirrt Werke als Harmonien gegen das Chaos, als Orte des Denkens und der Schönheit für eine neue Unendlichkeit.
Rune Mields wurde 1935 in Münster geboren. Sie absolvierte eine Lehre als Buchhändlerin. Als Künstlerin war sie Autodidaktin. In Kassel nahm sie 1977 an der dokumenta 6 teil. Eine Gastprofessur an der Hochschule der Künste in Berlin und ein Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom prägten die 80er Jahre. Seit den 70er Jahren bis ins Jahr 2025 belegen zahlreiche Ausstellungen und Preise ihren künstlerischen
Weg.
Rune Mields wird auf ihren Wunsch in der Künstler-Nekropole/Museum für Sepulkralkultur in Kassel beigesetzt. Das Grab wurde 1992 selbst von ihr gestaltet. 2027 findet in der Kunsthalle Giessen und dem Museum Morsbroich eine Ausstellung statt, die noch zu Lebzeiten mit Rune Mields geplant wurde. Diese Doppelausstellung wird nun in Form einer Retrospektive ihr Œuvre würdigen.
Für Presseanfragen melden Sie sich gerne unter info@galerie-andreae.de.
Foto: Rune Mields in ihrem Atelier, 2015, Portrait von Michael Böttcher, Courtesy Galerie Andreae, Bonn.
RUNE MIELDS | Monopol Magazin
"Um das Leben zu verstehen, muss man die Mathematik verstehen": Die Malerin Rune Mields ist eine deutsche Konzept-Pionierin und gerade 90 geworden. Geistig in Rente gehen will sie aber nicht. Im Interview mit freya Dieckmann spricht die Künstlerin über die Unendlichkeit der Zahlen, Abwertung durch Männer und Ratschläge, auf die sie nicht gehört hat.
Lesen Sie das gesamte Interview mit Rune Mieldsfür das Monopol Magazin unter monopol-magazin.de
RUNE MIELDS | Kunstmuseum Bonn Sammlungspräsentation
Anlässlich ihres 90. Geburtstages widmet das Kunstmuseum Bonn der konzeptuellen Malerin Rune Mields (*1935 in Münster, lebt und arbeitet in Köln) einen Raum in seiner Sammlungspräsentation. Zahlreiche Werke des Künstlers haben seit langem einen festen Platz in der Sammlung des Museums.
Eine Schenkung von Prof. Dr. Gerhard Pfennig, Bonn, ergänzt seit 2024 die Sammlung, aus der nun eine Auswahl von Werken in einem eigenen Künstlerraum in der Sammlungspräsentation des Museums gezeigt wird. Ergänzt wird die Präsentation durch einige Leihgaben der Galerie Judith Andreae, Bonn, die den Künstler vertritt.
11. Februar 2025 – 17. Mai 2026.
RUNE MIELDS | Ludwig Forum Aachen
Mit „Der unendliche Raum – dehnt sich aus“ stellt das Ludwig Forum Aachen das Schaffen von Rune Mields (*1935 in Münster) vor, die zwischen 1965 und 1970 in Aachen lebte. Ausgangspunkt der Präsentation bilden ihre sogenannten „Röhrenbilder“, an denen sie ab Ende der 1960er-Jahre arbeitete, und von denen Peter und Irene Ludwig 1969 Nr. 26 für ihre Sammlung erwarben. Im Zusammenspiel mit zahlreichen Studiozeichnungen und zwei Werkgruppen aus der Folgezeit werden konzentrierte Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess und ihre seit über fünf Dekaden anhaltende Bearbeitung „unendlicher Räume“ in Auseinandersetzung mit Systemen, Theorien und Phänomenen aus Mathematik, Geometrie, Physik, Philosophie und anderen Wissenschaften gegeben.
Kuratiert von Eva Birkenstock in Assistenz von Anna Marckwald und Mailin Haberland. Begleitet von einer Kabinettausstellung zum von Rune Mields mitgegründeten Aachener Kunstverein „Gegenverkehr – Zentrum für aktuelle Kunst e.V.“ von Holger Otten, Anna Marckwald und Miriam Schmidt.
LUNITA-JULY DORN & RUNE MIELDS | Palazzo Bembo, Venedig
"Unapologetic WomXn", curated by Destinee Ross-Sutton, NY, 20. April - 24. November 2024, Palazzo Bembo, Venice.
“Unapologetic WomXn”, The Dream is the Truth”, curated by Destinee Ross-Sutton, NY & Stockholm. This international group exhibition consists of 31 female artists on the subject of female sexuality through their own eyes while creating a safe space of community, allowing for more of a humanized view of anything the artists focus on; their bodies, experiences, how women navigate the world within the changes that occur in it constantly, and the importance of artists and art not conforming to the constraints of our societies. This isn’t dissimilar to the way a traditionally male dominated society has imposed and still imposes their idea of what a woman should be; art is supposed to make you feel; whether it being a sense of peace or shakes and asks you to confront your ideas, otherwise isn’t it just decoration? Are women only decoration? A mere object?
RUNE MIELDS | Frauenmuseum, Bonn
"beyond algorithms_digital utopia", 7. April - 17. November 2024, VERNISSAGE am 7. April um 13.30h, Frauenmuseum, Bonn.
RUNE MIELDS | re:discover art Karlsruhe 2024
Wir freuen uns auf der diesjährigen art Karlsruhe 2024 im Förderprogramm re:discover mit Arbeiten der Künstlerin RUNE MIELDS vertreten zu sein.
Sie finden uns auf der Messe in der Halle 2, Stand D 06.
Seit nunmehr fast über fünfzig Jahren arbeitet Rune Mields (*1935 in Münster) als freischaffende Künstlerin, untersucht die Welt auf ihre Schöpfungsmythen, auf Ordnungssysteme der Kulturen, auf Strukturen, auf Schönheit. Ungebrochen befragt sie das Wesentliche, das Wesen der Dinge auf ihren visuellen Wert - sei es in der Mathematik, der Physik, der Philosophie oder auch der Musik. Fragen nach Raum und Zeit, nach Unendlichkeit und dem Streben der Menschen bedingen unzählige Werkserien in Malerei und Zeichnung. Immer entspricht der Klarheit von Denken und Inhalt eine große Klarheit der Darstellung, mit einem Hang zu Abstraktion, Geradlinigkeit und Schematisierung, mit zumeist strenger Beschränkung auf Schwarz, Weiß und die Werte des Grau.
Und doch war und ist da immer auch die große Faszination im Angesicht von Schönheit - Schönheit des Einfachen in Höhlenmalereien der Steinzeit, Schönheit alter arabischer Ornamente, Schönheit bestechender Malerei und Konstruktion im Werk Paolo Uccellos aus wissbegierigen Zeiten der Frührenaissance, Schönheit in Gedanken und Poesie bei Novalis, Schönheit in der Musik von Bach bis Strawinsky, Schönheit des menschlichen Körpers, Schönheit in der Malerei eines Henri Matisse. Aus der Reflexion der Strukturen der Welt entwickelt Rune Mields unbeirrt Werke als Harmonien gegen das Chaos, als Orte des Denkens und der Schönheit für eine neue Unendlichkeit.
Rune Mields hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen, wie zum Beispiel an der documenta 6. Erste wichtige Präsentationen fanden in Bonn statt: So in der Galerie Philomene Magers, in der Galerie Circulus, im Kunstmuseum Bonn, im Kunstverein Bonn und im Frauenmuseum Bonn. Sie wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Kritikerpreis für Bildende Kunst. 1984 war sie Ehrengast in der Villa Massimo in Rom, 1996 erhielt sie den Harry-Graf-Kessler-Preis, 1997 den Kulturpreis der Stadt Köln, 2000 den Gabriele Münter-Preis und 2009 den Konrad von Soest-Preis. Ihre Werke sind in nationalen sowie internationalen Sammlungen vertreten, so z.B. im Museum Ludwig, Köln; im ZKM, Karlsruhe und in der Nationalgalerie, Berlin, neben vielen weiteren.
Rune Mields lebt und arbeitet in Köln.
RUNE MIELDS | KOLUMBA, Cologne
Wort Schrift Zeichen. Das Alphabet der Kunst
KOLUMBA, Köln
15. September 2023 – 14. August 2024
Werke u.a. von Birgit Antoni, Monika Bartholomé, Kurt Benning, Anna Blume, Louise Bourgeois, Felix Droese, Terry Fox, Marta Hegemann, Rebecca Horn, Bethan Huws, Leiko Ikemura, Buket Isgören, Hans Josephsohn, Leonhard Kern, Konrad Klaphek, Robert Klümpen, Jannis Kounellis, Dieter Krieg, Susanne Kümpel, Stefan Lochner, Reinhard Matz, Bärbel Messmann, Rune Mields, Chris Newman, Marcel Odenbach, Thomas Rentmeister, Raymond Roussel, Lothar Schreyer, Richard Serra, Manos Tsangaris, Andy Warhol, Dorothee von Windheim und Studierenden der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle.
Für nähere Informationen: https://www.kolumba.de
Copyright Installationsansicht: KOMULBA, Köln
Vita
lebt und arbeitet in Köln
Lehre zur Buchhändlerin
Gastprofessur an der Hochschule der Künste Berlin
Ehrengast der Villa Massimo, Rom
freischaffende Künstlerin
Stipendien & Preise
Kölner Kritikerpreis
Harry Graf Kessler-Preis
Kulturpreis der Stadt Köln
Gabriele Münter Preis, Leipzig
Konrad-von-Soest-Preis, Münster
Trägerin des Zonta Cologne Art Award
Einzelausstellung
Gruppenausstellung
Kunst im öffentlichen Raum
Künstler-Nekropole Kassel
In Sammlungen vertreten
Museum Ludwig, Köln
Diözesanmuseum, Köln
Kunstmuseum Düsseldorf
Kunsthalle Bremen
Karl-Ernst-Osthausen-Museum, Hagen
Stadt Göttingen
Landesmuseum Münster
Sztukimuzeum Lódz, PL
Universitätsmuseum Marburg
Museum of Fine Art, Budapest
Landesmuseum Mainz
Hedendagse Kunst, Utrecht
Suermondt-Ludwig-Museum Aachen
ZKM Karlsruhe
Kunstmuseum Bonn
Busch-Reisinger Museum, Cambridge, USA
Rheinisches Landesmuseum, Bonn
Sammlung des Bundestages, Deutschland
Kunsthalle Kiel
Sammlungen der Bundesregierung, Deutschland
Museum Ulm
Sammlung des Landes Baden-Württemberg
Bayrische Staatsgemäldesammlung, München
Institut für Auslandbeziehungen IFA, Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart
Städtisches Clemens-Sels-Museum, Neuss
Nationalgalerie, Berlin
Sammlung des Landes Nordrhein-Westfalen
Kupferstichkabinett Berlin
Museum am Dom, Würzburg
Volpinum, Wien
Der Tagesspiegel | "Die Uhr tickt, der Absatz klackt"
Oft schließt sich der zeitliche Kreis – wenn etwa die 1935 geborene Künstlerin Rune Mields die Partitur einer Bach-Kantate in ihrem Bild „Welt ich bleibe nicht mehr hier (Bach Cantata No. 82)“zitiert.











